Toller Erfolg für Fine Namer (2. von rechts): Beim „Coupe de la Jeunesse“, einer der bedeutendsten Nachwuchsregatten im Rudersport, startete sie für die Junioren-Nationalmannschaft im Doppelvierer. Das deutsche Boot siegte auf dem Rotsee in Luzern überlegen vor Großbritannien und Italien. Der RVE gratuliert seiner Vorzeige-Athletin!

Josefine Namer gewinnt zweimal Gold

Josefine krönt ihre erfolgreiche Saison und holt mit der U19-Nationalmannschaft beim Coupe de la Jeunesse im Vierer zweimal Gold.

Am Ende geht es um 250 perfekte Ruderschläge. Für diese 250 perfekten Ruderschläge trainiert Josefine seit mehreren Jahren achtmal und mehr pro Woche – rund 2000 Kilometer im Jahr auf dem Wasser, dazu viele Stunden im Kraftraum und am Ergo. Außerdem absolviert sie Trainingslager mit noch höheren Umfängen sowie regelmäßige Leistungstests und Regatten, bei denen es nicht nur um Kraft und Ausdauer, sondern ums Durchhalten und über sich Hinauswachsen geht. Das ist Josefine einmal mehr mit Bravour gelungen: Nachdem sie sich bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Juni für die U19-Nationalmannschaft qualifiziert hatte, durfte Josefine Namer nun beim Coupe de la Jeunesse auf dem schweizerischen Rotsee im Doppelvierer für Deutschland an den Start gehen.

Die Regatta ist nach der Weltmeisterschaft eine der bedeutendsten internationalen Nachwuchsregatten – sie bietet U19-Nationalteams aus ganz Europa die Möglichkeit, erste internationale Erfahrungen zu sammeln und sich auf höchstem Niveau mit Gleichaltrigen zu messen. In diesem Jahr waren 17 Nationen mit ihren Athleten nach Luzern gekommen. Dort mussten sich die Ruderer an zwei Tagen über Vorläufe für die Finale qualifizieren.

Da sich die Boote bei anderen Wettkämpfen zuvor noch nicht direkt begegnet waren, kann gerade der erste Renntag so einiges an Überraschung bergen: Welches Team ist wie stark? Wer kann sich im Vorlauf klug platzieren und so Kräfte fürs Finale sparen? Welchem Boot geht am Ende der 2000 Meter doch die Kraft aus?

Die Crew um Josefine jedenfalls setzte gleich mit ihrem ersten Vorlauf ein Ausrufezeichen: Mit einem kontrollierten Start-Ziel-Sieg qualifizierten sie sich ungefährdet für das A-Finale der besten sechs Boote am Nachmittag. Und auch dort, wo jede Mannschaft alles gibt, da es um die Medaillen geht, dominierten die vier Ruderinnen das Feld von Beginn an. Am Ende gewannen sie mit einem großen Vorsprung von acht Sekunden vor Italien und Großbritannien. Für den zweiten Renntag war die spannende Frage: Können die vier Ruderinnen ihre Meisterleistung wiederholen? Ja, sie konnten. Im Vorlauf lagen sie zwar nur mit einer Bootslänge in Führung, aber im A-Finale ließen sie wie am Vortag nichts anbrennen: Bereits nach 500 Metern lag Wasser zwischen ihnen und den anderen Booten, am Ende wieder Platz 1 mit mehreren Bootslängen Vorsprung, dieses Mal vor den Teams aus Großbritannien und der Schweiz. An diesem Tag war Josefines Doppelvierer übrigens das einzige deutsche Boot, das eine Goldmedaille holte.

Holte bei ihrem ersten internationalen Einsatz zweimal Gold für Deutschland: Josefine Namer (2.v.l.). Bild SwissRowing jeanmiphotographies.ch.

Glücklich über Gold: Josefine Namer vom Ruderverein Erlangen gewinnt mit ihrem Doppelvierer in Luzern zweimal Gold (vorne, 2.v.r.). Bild Anthony Benoit.

Bericht RVE