Vom 9. Bis zum 13.08.25 fand die Wanderfahrt der Studentengruppe dieses Jahr wieder auf dem Neckar statt. Am ersten Tag reisten vier Studenten in der Bahn an und wurden am Steg in Walheim von den Reisenden im Neun-Sitzer-Bus empfangen. Wir ließen die Ruderboote ins Wasser, öffneten das erste kalte Getränk, aßen das erste Ruderbrot und drehten die Malle-Hits auf, dann konnte es losgehen. Für heute waren 22 km flussabwärts von Besigheim nach Heilbronn geplant. Faktisch gut an einem Nachmittag zu schaffen, war doch die Versuchung entlang des Weges zu groß und wir legten bei 30 Grad Sonnenschein mindestens 3 Badepausen ein. Das moderne (5 Sterne-) Vereinsgebäude des Rudervereins in Heilbronn hätte gut in eine Architekturausstellung gepasst und war mit Abstand die komfortabelste Unterkunft der Fahrt. Das Kochteam kochte in roten Schürzchen ein echtes Qualitätsrisotto zum Abendessen. Danach machte ein Teil der Gruppe die Bars in Heilbronn unsicher.
Der zweite Tag begann schon einmal damit, dass wir uns etwas verfuhren. An der richtigen Schleuse angekommen, mussten zwei von uns aussteigen und dieses historische Ding per Hand zu- und aufkurbeln. Als die Schleusentore geöffnet waren, gingen wir erst einmal baden und erreichten ein paar sonnige Stunden (und „Schnapszahlen“) später die nächste Schleuse, die uns Probleme bereiten sollte: Weil wir zu spät dran waren, mussten wir die Boote selber um tragen und uns durch einen sehr schmalen Korridor zwischen Tankschiff und Brückenpfeilern mit eingezogenen Skulls hindurchmanövrieren. Wir bekamen dabei Hilfe von derselben Person, die uns im nächsten Ruderverein von Neckarelz empfing. Nach dieser 33km langen Strecke wurden wir heute nicht mehr alt.
Am Montag ging es, unter anderem nach einem Frühstück aus Haferflocken in Bier, 23 km weiter nach Eberbach. Den Landdienst fuhr mit dem Neun-Sitzer voraus und wurde entlang des Weges an geeigneter Stelle eingesammelt. In Eberbach schlugen wir uns ein Lager unter den Ruderbooten in der Bootshalle auf. Die Meldung, dass angeblich das Wasser um 20 Uhr abgeschaltet wird, führte zu erregtem Horten von Wasservorräten (für den Fall der Fälle). Aber nichts passierte.
Am Tag vier erreichten wir Heidelberg nach 37 km auf den Flusswindungen des Neckar, vorbei an kleinen Burgen. Majestätisch fuhr die kleine Ruderflotte in die altehrwürdige Stadt ein und trug ihre Boote in eine Bootshalle, die gegenüber von einer befahrenen Straße lag, mitten in der Stadt. Hier wurden auch Pizzen bestellt, bevor es zu einer abendlichen Erkundungstour geleitet von einen (fast) Experten der Stadt (Adrian) auf das Schloss hinauf ging.
Für den fünften Tag der Wanderfahrt ließen wir das Heidelberger Treiben hinter uns und fuhren 18 km hinab nach Mannheim. Die letzte große Anstrengung war es, die Boote und den ganzen Proviant die unzähligen steilen Stufen 50 Höhenmeter zum Verein hinaufzutragen, bevor wir die Heimreise nach Erlangen antreten konnten. Und so endeten die sonnigen Tage auf dem Neckar. Ein großes Dankeschön für die Organisation an Julian, Leon und Adrian!
Bericht Oliver Kardos